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Collective Teatime#2: Decolonizing Performance | Salon (Berlin)

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In the frame of Open Spaces#1-2017, a group of PoC (persons of color) artists accepts an invitation from fellow PoC artists Sarah Bouars and myself for the collective use of a dance studio space for one week. It is a starting point for collaborations, conversations, and exchanging practices as they respond to the current conditions of producing dance and performance in Berlin. Today (Thursday), the space opens for the audience to engage and join our on-going dialogue in the format of a salon. Here, we will host Black in Berlin as our special guest.

Black in Berlin #9: The Artist’s Role
Does the artist have a duty to reflect the times? Are black and brown artists’ work inherently political? How best do we go about the work of creating equity in art spaces and cultural institutions? As part of Tanzfabrik’s Open Spaces Festival, Black in Berlin celebrates one year of moving dialogue.

In this February salon, we’ll discuss reflections, accountability and building longer tables.

Collective Teatime#2: Decolonizing Performance is organized by PoC dance-artists Zwoisy Mears-Clarke and Sarah Bouars with friendly support from TanzFabrik Berlin. Black in Berlin is facilitated and organized by Jessica Lauren Elizabeth Taylor.

Due to the intimate nature of the conversations, please RSVP to jessicalaurenelizabethtaylor@gmail.com if you wish to join the conversation.

Entry Fee: free of charge | Location: Studio 1, Uferstudios (Uferstraße 8-23, 13357 Berlin, DE)

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Im Rahmen von Open Spaces#1-2017 laden ich und Sarah Bouars eine Gruppe People-of-Color-Künstler ein, eine Woche lang gemeinsam in einem Tanzstudio zu arbeiten. Es ist der Ausgangspunkt für Kollaborationen, Gespräche und Erfahrungsaustausch, um die aktuellen Arbeitsbedingungen unter Tanz-und Performanceschaffenden in Berlin zu reflektieren. Heute der Raum in einem Salon auch für Publikum geöffnet, das sich dann dem entstandenen Dialog anschließen kann. Dazu kommt als Special Guest auch Black in Berlin. Am Sonntag findet ein Showing der künstlerischen Arbeit und Arbeitsmethoden statt.

Black in Berlin #9 Die Rolle der Kunstschaffenden
„Hat ein*e Künstler*in die Pflicht das aktuelle Zeitgeschehen zu reflektieren?“, „Ist die Arbeit von Schwarzen Künstler*innen und Künstler*innen of Color inhärent politisch?“, „Wie gehen wir am besten vor im Bestreben Chancengleichheit in Kursräumen und kulturellen Institutionen zu kreieren?“ Im Rahmen des ‚Open Spaces Festivals‘ der TanzFabrik feiert ‚Black in Berlin‘ ein Jahr des Dialogs in Bewegung. Im diesjährigen Februar-Salon, werden wir über Betrachtungsweisen diskutieren, über Verantwortlichkeit und darüber längere Tische zu bauen.

Collective Teatime#2: Eine dekolonisierende Performance, organisiert von den PoC Tanzkünstler*innen Zwoisy Mears-Clarke und Sarah Bouars. Mit freundlicher Unterstützung der TanzFabrik Berlin. ‚Black in Berlin‘ wird ermöglicht und organisiert von Jessica Lauren Elizabeth Taylor.

Das Gespräch wird in englischer Sprache stattfinden.  Zum Salon am Donnerstag bitten wir um Anmeldung unter jessicalaurenelizabethtaylor@gmail.com.

Eintritt frei | Ort: Studio 1, Uferstudios (Uferstraße 8-23, 13357 Berlin, DE)

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In 2012, Jessica Lauren Elizabeth Taylor began the salon series Black in Berlin as a reaction to the appropriation of Afropean culture by the German, English-language mainstream media. The title Black in Berlin is a reference to the double entendre of the German word schwarz, often used to describe something negative, for example, schwarzfahren. The Black in the title refers to black and brown people and all people of color who have felt on the outside in Berlin.

The experience of being Black in Berlin can oftentimes be polarizing. The lingering effects of African colonization that are ever present in the city mixed with the inherent alienation of “representing” the other creates a complex day to day existence. This paradox does not have to be internalized. The Black in Berlin Salon is an opportunity to dialogue issues, foster community and generate conversation with the willing to listen. The salon encourages people of all races and backgrounds to participate in the discussion. Each participant is given time and space ask questions, voice frustrations, tell stories and commiserate in the hopes that by engaging in a dialogue we can help alleviate the very real stresses that come with the trauma of existing in marginalized communities. Each session of the Black in Berlin Salon operates loosely around a different theme. 

The Black in Berlin salon doesn’t focus on a singular oppressive institution like racism but will take an intersectional stance to see how the oppressive institutions of racism, sexism, homophobia, classism are interconnected.

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Jessica Lauren Elizabeth Taylor begann im Jahr 2012 die Salon-Serie Black in Berlin in Reaktion auf die Aneignung afroeuropäischer Kultur durch deutsch- und englischsprachige Medien. Der Titel Black in Berlin ist eine Referenz auf die doppelte Bedeutung des deutschen Wortes ‚schwarz‘, welches oft dazu genutzt wird um etwas Negatives zu beschreiben, wie z.B. das ‚Schwarzfahren‘. Das Wort ‚Black‘ im Title bezieht sich auf Schwarze Menschen (Schwarz mit großem „S“ als politische Selbstbezeichung) und alle Menschen of Color, die nicht zu der weißen Mehrheitsgesellschaft gehören und die sich in Berlin oft ausgeschlossen fühlen.

Die Erfahrung in Berlin Schwarz zu sein kann oftmals polarisieren. Die in der Stadt allseits präsenten Folgen der deutschen Kolonialgeschichte in Afrika, gemischt mit der inhärenten Entindividualisierungs-Erfahrung, ständig die anderen zu „repräsentieren“, kreiert eine komplexe alltägliche Existenz. Dieses Paradox muss nicht zwangsläufig internalisiert werden. Der Black in Berlin Salon ist eine Gelegenheit über diese Themen und die damit einhergehenden Herausforderungen in den Dialog zu treten, Gemeinschaft zu erleben und mit denjenigen Gespräche zu führen, die bereit sind zuzuhören. Der Salon ermutigt Menschen aller Ethnien und Hintergründe an der Diskussion teilzunehmen. Jede Person bekommt Zeit und Raum, um Fragen zu stellen, Frustrationen zu äußern, persönliche Geschichten zu erzählen und miteinander mitzufühlen,  in der Hoffnung, dass dieser Dialog es ermöglicht, den sehr realen Stress nachzuempfinden, der sich aus der traumatisierenden Erfahrung ergibt, in marginalisierten Gemeinschaften zu existieren.

Der Black in Berlin Salon konzentriert sich dabei nicht nur auf eine einzige Form der Diskriminierung, wie Rassismus, sondern nimmt eine intersektionale Perspektive ein, um zu erkennen, wie die verschiedenen strukturellen Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen wie Rassismus, Sexismus, Homophobie und Klassismus miteinander zusammenhängen.

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....Photo: Sarah Bouars..Foto: Sarah Bouars....