Fleischsalat

Fotos: Marion Borriss

2017

Fleischsalat

Zwoisy Mears-Clarke arbeitete für zwei Jahre als Ingenieur_in bei einer Berliner Firma mit 50 Männern um die 50 zusammen, die in der Mittagspause am liebsten Fleischsalat, Boulette und Sahnekuchen aßen und sich ab 11 Uhr mittags mit „Mahlzeit“grüßten. Rike Flämig aus Leipzig fand das absurd, und äußerte dass sie das letzte mal vor der Jahrtausendwende Jagdwurst gegessen hätte. Zwoisy hingegen ging davon aus, das ist normal hier

Ausgehend von dieser Schlüsselerfahrung hinterfragen Rike Flämig und Zwoisy Mears-Clarke in ihrer Produktion Fleischsalat Konzepte von „Normal“ und „Unnormal“, Stereotype und Normativität. Sie analysieren Mechanismen von „Othering“ anhand von Beispielen aus der deutschen Kolonialgeschichte und aus dem Prozess der deutschen Wiedervereinigung. Sie beschäftigen sich mit Wirkungsweisen von Alltagsrassismen und „Mikroaggressionen“, mit Kolonialisierung und Entkolonialisierung

Konzept & Performance: Rike Flämig, Zwoisy Mears-Clarke
Sound Environment: Martyna Poznanska
Kostüm: Kaoz mode (Anna Hentschel)
Lichtdesign: Emese Csornai
Video: Felipe Frozza
Dramaturgie: Maja Zimmermann
Dramaturgische Beratung: Gabi Beier, Philipp Koepsell

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Mit freundlicher Unterstützung von Lake Studios Berlin, ada – Studio, Urbanraum Berlin und Tanzfabrik Berlin.

Teaser (alle auf Deutsch): Tanzraum Berlin (Magazin), Ausgabe März/April 2017; Missy Magazine, Ausgabe #02/17 pg. 26

Auditiver Vorgeschmack (alle auf Deutsch): Deutschlandradio Kultur, April 2017

Review (in German): Rundfunk Berlin-Brandenburg, January 2018

Rezensionen (alle auf Deutsch): Tanzraum Berlin, April 2017, Viereinhalb Sätze, April 2017;