Foto: Marion Borriss

2020

POSTOST 2090

Wir schreiben das Jahr 2O9O und feiern:

Die utopischen Ansätze der Friedlichen Revolution wurden erfolgreich umgesetzt. POSTOST 2O9O – eine ossifuturistische Retrospektive greift inspirierende Zukunftsentwürfe und feministische Utopien der Frauen- und Bürgerrechtsbewegung 1989/9O auf und betrachtet das visionäre Potential von 199O aus intersektionaler Perspektive.

Gemeinsam feiern wir 1OO Jahre Feministische Utopien, 1OO Jahre Verfassungsentwurf und 1OO Jahre Ossifuturismus, die gesellschaftliche Zusammenhänge mitten im Umbruch neu imaginiert haben. In performativen Ritualen und kurzen „Reenactments“ aus den Jahren 2O42, 2O63 und 2O82 stellen die Künstler*innen unterschiedliche Ausprägungen des Ossifuturismus vor, die es bis 2O9O gegeben haben wird. Zwischen Sprache und Tanz entstehen improvisierte Strukturen, die gerade durch ihre Flüchtigkeit Raum für Neues öffnen. Feiert mit uns! Auf nach POSTOST!

Aus dem Material, das Rike Flämig, Anna Hentschel und Zwoisy Mears-Clarke während ihrer Recherchearbeit gesammelt haben, ist ein Magazin, ein sogenanntes Zine entstanden, das Sie sich downloaden können:

Magazin downloaden

Informationen zur Barrierefreiheit

Wir, die 40 Gäst*innen und acht Künstler*innen des Abends, sind in den Festsaal der Sophiensaele geladen. Jede*r der Gäst*innen wird persönlich über einen selbstgewählten Eingang – das Treppenhaus oder den Aufzug – hineinbegleitet. Während der 45 Minuten, die wir im Festsaal miteinander teilen, wird unser Sitzkomfort durch drehbare Hocker, fünf Stühle mit Rücken- und Armlehne sowie einen Sitzsack sichergestellt. Jede*r der Gäst*innen darf den eigenen Sitzplatz frei wählen. Diese sind mit einem Abstand von 1,5 Metern zueinander angeordnet und gewährleisten damit viel Beinfreiheit. Kommt (mit Masken und allem Drum und Dran), nehmt Platz und feiert mit uns. Auf nach POSTOST!

Rike Flämig (postost) und Zwoisy Mears-Clarke (postx) haben in ihrer bisherigen gemeinsamen künstlerischen Arbeit postkoloniale und postkommunistische Perspektiven sichtbar gemacht und in den Produktionen Idiosyncrasies (Tanztage Berlin 2016) und Fleischsalat (2017) die Wirkungsweisen westlicher Narrative auf ihre Körper thematisiert. Für POSTOST 2O9O greifen sie gemeinsam mit der Szenografin Anna Hentschel (postwest) das utopische Erbe der Frauen- und Bürgerbewegung 89/90+ in der DDR auf und laden ins futuristische Setting der 1OO-Jahr-Feier POSTOST 2O9O ein.

Interaktive Performance

Künstlerische Leitung: Rike Flämig
Konzeption: Rike Flämig, Anna Hentschel, Zwoisy Mears-Clarke
Choreographie, Performance: Rike Flämig, Zwoisy Mears-Clarke
Performance: Pham Minh Duc, Rike Flämig, Claudia Graue, Zwoisy Mears-Clarke, Yvonne Sembene
Bühnen-Kostümbild: Anna Hentschel
Technische Leitung, Licht: Emese Csornai
Sound Environment: Martyna Poznańska
Social Media: Katja Musafiri
Video: Felipe Frozza
Zine, Fachliche Beratung: Elske Rosenfeld
Zine Gestaltung: Kerem Jehuda Halbrecht
Künstlerische Mitarbeit Zine: Josefine Mühle
Outside Eye: Peggy Mädler
Dramaturgie: Maria Rössler
Dramaturgie Schwerpunkt Barrierefreiheit: Noa Winter
Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
Administration: Smart eG De

Dank an Eva Bakardjiev, Ulrike Gerhardt, Heiko Lietz, Fine Kwiatkowski und Samirah Kenawi

Eine Produktion von Rike Flämig mit Anna Hentschel und Zwoisy Mears-Clarke. Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und vom Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von SMart eG De, ehrliche arbeit – freies Kulturbüro sowie der Somatischen Akademie, dem Mime Centrum Berlin, Eden*** und den Uferstudios Berlin. Medienpartner.

taz. die tageszeitung